E Auto im Einsatz: Feuerwehr Romrod trainiert für den Ernstfall
Romrod. Beim monatlichen Übungsabend am Donnerstag, 2. April 2026, stand bei der Freiwilligen Feuerwehr Romrod ein Thema im Mittelpunkt, das im Straßenverkehr immer häufiger wird: Einsätze mit Elektrofahrzeugen. Weil immer mehr E Autos unterwegs sind, muss auch die Feuerwehr wissen, worauf es bei Unfällen und Bränden ankommt.
Ausbilder Mathis Hartmann führte die Einsatzkräfte zunächst in einer theoretischen Einheit durch die wichtigsten Besonderheiten. Dabei ging es unter anderem um Rettungskarten. Das sind Fahrzeuginformationen, die zeigen, wo sich bei einem bestimmten Modell wichtige Bauteile befinden, zum Beispiel Batterie und Hochvoltleitungen, Airbags oder Verstärkungen in der Karosserie. Für die Feuerwehr sind diese Karten besonders bei der technischen Hilfeleistung wichtig, also zum Beispiel bei Verkehrsunfällen. Sie zeigen auch, wo man an einem Fahrzeug sicher schneiden darf und wo nicht. So kann schneller geholfen werden, ohne zusätzliche Gefahren zu erzeugen.
Im Anschluss folgte eine praktische Unterweisung in einem Autohaus in Alsfeld. Dort konnten verschiedene Fahrzeuge direkt angeschaut werden. Besprochen wurde unter anderem, wie ein Elektrofahrzeug stromlos geschaltet wird, worauf beim Arbeiten am Hochvoltsystem zu achten ist, welche Schutzausrüstung nötig ist und in welchen Situationen Löscharbeiten sinnvoll sind.
Wehrführer Manuel Gemmer dankte dem Ausbilder Mathis Hartmann sowie dem Autohaus Hartmann für den praxisnahen und tiefen Einblick. Er freute sich außerdem, dass die Einsatzabteilung Zell wieder mit einer Delegation an der Übung teilgenommen hat. Die gemeinsame Ausbildung stärke das Zusammenspiel und helfe, im Einsatzfall noch besser zusammenzuarbeiten.
Gerade mit der Bundesstraße 49, die durch die Schlossstadt führt, können entsprechende Einsatzlagen auch die Romröder Kräfte jederzeit betreffen.
Auch technisch sind die Feuerwehren der Stadt Romrod dafür gut aufgestellt. Die Löschfahrzeuge sind inzwischen zu einem großen Teil mit Tablets ausgestattet. Damit können Rettungskarten im Einsatz schnell online abgerufen werden. Beschafft wurden diese Geräte durch die örtlichen Fördervereine. „Das hilft uns, schneller die richtigen Entscheidungen zu treffen und wirksame Hilfe einzuleiten“, sagte Pressesprecher Volker Schwenzfeier abschließend.
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